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Woher kommt das?

Die Entstehung, wie z. B. durch eine starke Prellung, eine Fraktur des Großzehengrundgliedes mit Gelenkbeteiligung oder Mittelfußknochens sind noch leicht nachzuvollziehen.

Darüber hinaus können Entzündungen oder Stoffwechselstörungen z.B. Gicht ein zunehmendes Einsteifen erzeugen und damit die Schleimhäute, Knorpel und somit letztendlich die Gelenkmechanik wiederholt und schließlich dauerhaft schädigen.

Wie der primäre Hallux limitus/rigidus entsteht, ist nicht sicher zu sagen.

Man diskutiert, daß ähnlich wie beim Hallux valgus, eine Störung der Biomechanik durch muskuläre Dysbalance zutrifft.

Der primäre Hallux rigidus tritt häufig einseitig auf. Die Erkrankung tritt in allen Altersstufen auf, beginnt aber häufig schon in der Jugend. Orthopädisch „schlechtes“ Schuhwerk scheint auch hier die Erkrankung zu begünstigen.


Wie merke ich das?

Stets durch eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenkes.

Das Abrollen der Großzehe ist schmerzhaft eingeschränkt, die Belastbarkeit bei längeren Gehstrecken wird erheblich herabgesetzt. Meist bleibt anfänglich noch eine ausreichende Beugefähigkeit der Großzehe (sohlenwärts) erhalten, die wichtigere Streckfähigkeit (fußrückenwärts) für das Abrollen beim Gehen wird einschränkt, bis schließlich im schlimmsten Falle die Großzehe im Grundgelenk einsteift. Durch eine Überstreckung des Endgelenks, welches letztlich auch schmerzhaft versteift, bleibt nur noch eine geringe Abrollfähigkeit erhalten.

Wegen des zunehmend extrem schmerzhaften Abrollens ändert sich schließlich auch das Gangbild. Es zum Schongang, teils Schonhinken der betroffenen Seite, sehr häufig ist ein Abrollen über die Fußaußenkante, auch mit Innenrotationstendenz des gesamten Fußes zu finden. Treppensteigen und Bergaufgehen werden mitunter sehr schmerzhaft.

Bei der Betrachtung des Fußes fällt ein oft auf der Oberseite verdicktes Großzehengrundgelenk auf, manchmal gerötet, erheblich druckempfindlich und überwärmt.

Ein Röntgenbild zeigt die degenerativen Veränderungen des Großzehengrundgelenkes mit Gelenkspaltverschmälerung (Knorpelverschleiß), Veränderungen der Knochenzeichnung durch subchondrale Sklerosierung, typischerweise rosendornartige Sporn- oder Zystenbildungen an der Oberseite, sowie Innen- und Außenseite.

Wie wird dies behandelt?

Grundsätzlich ist hier durch die knöchernen Veränderungen nur beschränkt eine erfolgversprechende konservative Therapie möglich , meist hilft nur ein operativer Eingriff.

Die konservative Therapiemöglichkeit:

Krankengymnastik, besser noch manuelle Therapie zum Erhaltung der Beweglichkeit im Großzehengrundgelenk durch entsprechende Übungen.


Schuhversorgung:

Aufgrund der schmerzhaften Versteifung, welche sich besonders beim Abrollen des Vorfußes bemerkbar macht, müssen entweder Schuheinlagen das Abrollen im Großzehengrundgelenk verhindern und der Schuh die Abrollarbeit übernehmen. Ebenfalls kann durch eine Ballenrolle die Abrollarbeit vom Großzehengrundgelenk ferngehalten.


 
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