Woher
kommt das?
Als haupsächliche Krankheitsursache
kommt der spitze zu enge Schuh in
Betracht. Dadurch wird die Großzehe
ständig nach außen gedrückt.
So lange die Zehen sich noch selber
aktiv gerade richten können,
wird kein Hallux valgus entstehen.
Die muskuläre Balance im Großzehengrundgelenk
geht aber mit der Zeit verloren.
Somit steht dem Druck der Schuhspitze
keine aktive Kraft mehr entgegen.
Es kommt zu einer permanenten Abweichung
der Großzehe (fixierte Großzehenstellung)
nach außen. Die lange Strecksehne
und nicht mehr mittig laufende Beugesehne
der Großzehe zieht zusätzlich
noch weiter nach außen und
fixiert so die Zehe in Fehlstellung.
der Hallux valgus tritt oft in Verbindung
mit Spreizfüßen auf.
Die beiden Krankheitsbilder beeinflussen
sich gegenseitig negativ.
Der Hallux valgus ist eine Erkrankung,
die über Jahre entsteht, dessen
Häufigkeit im Alter zunimmt
und familiär gehäuft auftritt.
Wie
merke ich das?
In den meisten Fällen macht
der Hallux valgus wenig Beschwerden.
Häufig ist das Problem rein
kosmetischer Natur. Sollten Schmerzen
auftreten, so beginnen diese in
der Regel an der Basis der Großzehe,
wo das Köpfchen des ersten
Mittelfußknochens an der Innenseite
hervorspringt (Exostose). Da der
Fuß an dieser Stelle am breitesten
ist, drückt der Schuh hier
am stärksten.
Der Hallux valgus ist ein
primäres Schuhproblem!
Es kommt zu mechanischen Reizzuständen
der Haut und des darunterliegenden
Schleimbeutels. Schwellungen und
Entzündungen können entstehen:
Eine Bursitis entsteht. Ein chronisch
schmerzhafter Zustand kann sich
entwickeln. Das Zehengrundgelenk
ist ebenfalls betroffen: Aufgrund
der Schiefstellung ist es oft schmerzhaft,
seine Beweglichkeit nimmt ab und
es wird zunehmend steifer. Über
einen längeren Zeitraum bildet
sich eine schwerwiegende Arthrose
des Zehengrundgelenkes aus. Dieser
Zustand verschlechtert sich im Laufe
der Jahre. Entzündungen und
Schmerzen bleiben bestehen.
Im Extremfall kann die Großzehe
bis zu 90° von der Grundstellung
nach innen abweichen und sich hierbei
über den 2. und 3. Zeh legen.
Die Diagnose des Hallux valgus wird
durch Inspektion und Röntgenaufnahmen
im Stehen gestellt und gesichert.
Erst im Röntgenbild fallen
die arthrotischen Veränderungen
des Grundgelenks auf. Hier stellen
sich die Knochenauswüchse (Exostosen)
am inneren Teil des Kopfes des ersten
Mittelfußknochens dar.
Wie
wird dies behandelt?
Für die operative Therapie
des Hallux valgus sind etwa 150
verschiedene Operationstechniken
beschrieben, die sich oft nur geringfügig
unterscheiden.
Eine definitive Korrektur der Fehllstellung
ist nur durch einen operativen Eingriff
am Knochen möglich.
Die Wahl des Verfahrens hängt
von den zugrunde liegenden Beschwerden,
der Ursache für den Hallux
valgus ab. Aber auch die Ansprüche
und Aktivitäten der Patienten,
deren Alter und Wünsche haben
berücksichtigt zu werden. Die
Wahl des Operationsverfahrens muß
sehr bedacht gestellt werden und
bedarf einer exakten Indikationstellung.
Die konservative Therapie soll durch
eine Druckentlastung des Fußes,
insbesondere des Großzehenballens,
eine Beschwerdelinderung bewirken.
Diese Therapie hat nur im Frühstadium
und bei leichten Fällen Aussicht
auf Erfolg.
Vorbeugend ist darauf zu achten,
daß Schuhe mit genügend
Zehenspielraum und flachen Absätzen
getragen werden. Regelmäßige
Zehengymnastik bei der die Großzehe
abgespreizt wird, dient auch der
Prophylaxe. Häufiges Barfußlaufen,
ringförmige Schaumpolster und
spezielle Einlagen können den
Fuß stabilisieren helfen.
Standard
OP-Verfahren nach Austin zur Korrektur
des Hallux valgus
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